Begriffsdefinition:
Unter "Knoten S5" sind die Auf- und Abfahrten der S5 (Richtung Tulln/Krems) zu verstehen.

► Warum wird die A22 bei Stockerau ausgebaut?

- Derzeit fahren täglich ca. 65.000 Autos über die A22 bei Stockerau. Durch den Straßenbau im Waldviertel, in Tschechien usw. wird der Verkehr in den kommenden Jahren auf ca. 73.000 Autos (Berechnung ASFINAG bis 2035) pro Tag ansteigen. Auch die hohe Unfallhäufigkeit aufgrund der vielen Auf-/Abfahrten auf kurzer Strecke sowie der fehlende Pannenstreifen Richtung Wien stellen akuten Handlungsbedarf für die ASFINAG dar.

► Wer ist Projektbetreiber des Autobahnausbaus?

- Auftraggeber ist das Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie (BMVIT), die Ausführung übernimmt die ASFINAG.

► Wer finanziert das Projekt?

- Das Projekt wird mit den Mitteln der ASFINAG finanziert. Die ASFINAG erhält jährlich ein gewisses Budget, das sich aus unterschiedlichen Töpfen zusammensetzt z.B. Mauteinnahmen, Vignette, EU-Förderung, usw. Wir dürfen Sie auf den Menüpunkt Finanzierung hinweisen, dort haben das Thema bereits sehr detailliert aufgearbeitet.
 

► Welcher Autobahnabschnitt ist vom Ausbau betroffen?

- Seitens ASFINAG ist eine Kurzvariante von Stockerau Ost bis zum Knoten S5 geplant. Der gesamte Bereich vom Knoten S5 bis Stockerau Nord würde somit derzeit nicht ausgebaut werden. Somit werden auch die Verkehrsproblematiken aus dem nördlichen Raum (Horn und Hollabrunn) nicht gelöst.

- Die Bürgerinitiative „Tunnel und Grüner Übergang“ setzt sich für eine Verlängerung des Projektes von Stockerau Ost über den Knoten S5 hinaus bis zur Anschlussstelle Stockerau Nord (gesamt ca. 6 km) ein. Der Knoten S5 sowie die Anbindung der B4 (Richtung Horn) sollen mit jeweils 2 Spuren ausgeführt werden, wobei die B4 (Richtung Horn) mit Kreisverkehren an das untergeordnete Straßennetz angebunden wird.

► Wie soll der Tunnel konkret aussehen?

- Der Tunnel soll sich über die gesamte Ausbaustrecke von 6 km von Stockerau Ost bis zum Knoten S5 erstrecken. Die Verbreiterung der Autobahn erfolgt ausschließlich stadtseitig, denn die Au ist Natura2000-Naturschutzgebiet und muss somit unberührt bleiben. Durch den begrünten Tunnel wird ein barrierefreier Übergang an mehreren Stellen möglich sein um so für Fußgänger und Radfahrer eine optimale Anbindung an das Naherholungsgebiet der Au zu ermöglichen. Weitere Infos finden Sie hier.

► Warum sieht die Bürgerinitiative eine vierspurige Ausführung des Tunnel als notwendig an?

- Die vier Spuren pro Fahrtrichtung sind aus unserer Sicht im Bereich der Einhausung nur deshalb notwendig, um die Sicherheit und die Verkehrsflüssigkeit an den vier (bzw. sogar fünf wenn man die Raststation Richtung Wien berücksichtigt) Auf-/Abfahrten innerhalb der kurzen Weglänge von sechs Kilometern zu garantieren. Wir sehen darin jedoch keine "Verdoppelung der derzeitigen Kapazitäten", weil ja weiterhin nur maximal drei Spuren von/nach Wien führen werden.
Verkehrsflüssigkeit: In unserem Konzept ist eine zweispurige Anbindung (tw. inkl. Kreisverkehre) an das untergeordnete Straßennetz vorgesehen, deshalb verbleiben zwei bis maximal drei Spuren für den "geradlinigen" Verkehr.
Sicherheit: 
Die vierspurige Ausbauvariante ermöglicht bei Wartungen, Revisionen, Übungen und bei Unfällen eine Umleitung des Verkehrs auf die gegenüberliegende Einhausungsseite und vermeidet somit das Ausweichen auf die Bundesstraße (Hauptstraße) durch Stockerau.

► Gibt es bereits Informationen über die Kosten?

- Die letzten Aussagen der ASFINAG zu den Kosten in den Medien und im Schreiben an uns: Der Abschnitt Stockerau Ost bis vor den Knoten S5 mit Tunnel, aber ohne Grünen Übergang, wurde mit 330 Mill. € beziffert.

► Welche Vorteile bietet der Tunnel? Welche Nachteile könnten sich daraus ergeben?

- Durch den Grünen Tunnel steigt die Lebensqualität der BürgerInnen, da der Lärmpegel deutlich reduziert wird (bitte hier um Vorschläge einer entsprechenden Formulierung) oder: Ziel ist es, den ständig steigenden Lärmpegel auf ein Minimum zu reduzieren. Die einzige Lösung bietet ein Tunnel. Durch dessen Begrünung bieten sich viele Möglichkeiten z.B. das Errichten eines Radweges, einer Aussichtswarte, eines Kletterparks. Auch nach mehrmaliger Prüfung konnten wir keine Nachteile feststellen.

► Welche Maßnahmen sind seitens der ASFINAG geplant?

- Der Plan der ASFIANG sieht vor, dass auf dem bereits bestehenden Lärmschutzdamm eine weitere Lärmschutzwand errichtet werden soll. Daraus ergibt sich eine Gesamthöhe von ca. 17 m über dem Gelände der Donaulände. Der Schall, der durch die Bahn erzeugt und von der Lärmschutzwand ins Stadtgebiet zurückgeworfen wird, wird nicht berücksichtigt.

►Wer hat Parteienstellung bei diesem Projekt?

- Parteienstellung haben: NÖ Umweltanwaltschaft, Stadtgemeinde Stockerau, niederösterreichische Landeshauptmann als mitwirkende Behörde und wasserwirtschaftliches Planungsorgan, die Bezirkshauptmannschaft Korneuburg als Wasserrechts-, Naturschutzbehörde und das Bundesdenkmalamt

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